24. Juli 2021 – 10 bis 16 Uhr, 50 Euro

 

Nachdenken und Yoga als Chance auf einen Neuanfang

 

Der indische Yogalehrer Desikachar beschreibt die Yogapraxis als eine Erfahrung, "die uns nicht zum gleichen Punkt zurückführt, an dem wir begonnen haben. Sie hat uns verändert."

Was Desikachar in der Yogapraxis erlebt, erlebt die Philosophin und politische Theoretikerin Hannah Arendt beim Denken als eine hinterfragende, staunende Haltung.

Auf die Frage: "Wo sind wir, wenn wir denken?" kommt sie zu dem Schluss, dass der Ort des Denkens die Lücke zwischen Vergangenheit und Zukunft ist. Diese Lücke ist eine Dimension außerhalb des alltäglichen Lebens. Sie lädt uns ein, uns und das, was um uns herum geschieht, zu betrachten und nicht schlafwandlerisch das zu tun, was grade vor unserer Nase ist und was vielleicht alle tun. Erst durch diese Lücke bekommen wir den Raum, Dinge zu verwandeln und immer neue Antworten zu probieren auf die Frage, um was es eigentlich geht.

In diesem Yogaworkshop widmen wir uns den drei oberen Chakren, um Platz zu schaffen für neue Gedanken, neue Worte und ... neues Handeln.

3. bis 5. September 2021

Von Freitag, 16:30 Uhr bis Sonntag, 11 Uhr

200 Euro inklusive Übernachtung

Magic Moments

Oft sind es die kleinen Dinge und stillen Momente, die uns tief im Herzen berühren: Das Schnurren einer Katze, das erste Wort auf ein weißes Blatt Papier schreiben, ein verständnisvoller Blick, frisch geduscht unter die frisch bezogene Bettdecke schlüpfen, tief durchatmen, Kindern beim Spielen zuschauen, ein Spaziergang am frühen Morgen, wenn die Blätter und Äste noch unter dem glänzenden Morgentau schlummern, und, und.

In diesem Retreat nehmen wir uns Zeit, in uns Türen zu öffnen für diese besonderen Momente.

20. November 2021 - 10 bis 16 Uhr, 50 Euro

Äußere und innere Haltung

 

Unsere Körperhaltung ist ein Spiegel und geichzeitig Ausdruck unserer inneren Haltung und Befindlichkeit – auf der Yogamatte wie im Leben. Eine ängstliche Geste kann das Hochziehen der Schultern sein. Schlürfen mit hängendem Kopf macht einen traurigen, erschöpften Eindruck. Stehen wir wie ein Zinnsoldat, deutet es vielleicht darauf hin, dass wir versuchen, uns zu kontrollieren. Bei dem Üben von Asanas, z. B. den Kriegern oder den Bäumen versuchen wir uns bewusst aus- und aufzurichten, was wiederum unsere innere Stabilität stärkt.

Während der morgendlichen Yogazeit richten wir uns auf das aus, was uns Energie und Freude schenkt. Im Vinyasa-Stil tanzen wir mit unserem Atem, stärken unsere Mitte und öffnen und drehen unser Herz. In der Nachmittagstunde verweilen wir in langanhaltenden Yoga-Stellungen, um unseren Gedanken und Gefühlen Zeit und Raum zu lassen, sich zu zeigen. Mit etwas mehr Klarheit von Körper und Geist können wir eine bewusste Haltung einnehmen, die uns erfüllt und trägt.

 

Ort: "Benediktshof", Verth 41 in 48157 Münster-Handorf

Anmeldung: www.benediktshof.de

Bei Fragen wende dich gerne an mich!

Und so geht's weiter in 2022 ...

27. März 2022 – 10 bis 16 Uhr, 50 Euro

 

Happy go lucky – Yoga für die Freude

 

Schütteln, Schaukeln, Springen und tief durchatmen! Unser Körper hat eingebaute Freudeknöpfe und in diesem Workshop lernst du sie mit einfachen Yogatechniken zu drücken. Freude auf Knopfdruck? - Geht das? JA, denn Freude ist seit unserer Kindheit in jedem von uns angelegt. Intuitiv haben wir als Kind gezappelt, gewackelt, sind gehüpft und gesprungen. Das war lustig und hat uns gleichzeitig dabei geholfen, Erlebnisse zu verarbeiten und unsere Resilienz zu stärken. Freude schenkt uns Kraft und ist Brause für unsere Seele in herausfordernden Zeiten. Auf die Matte, in die Freude – Ahoi!

 

02. bis 04. September 2022

Von Freitag, 16:30 Uhr bis Sonntag, 11 Uhr

200 Euro inklusive Übernachtung

Vorbei bye bye Vergleiche. Lieber begrenzt zufrieden als unbegrenzt unglücklich.

 

Ach, wie haben sie mich begleitet von der Kindheit über die Adoloszenz bis hin ins Erwachsenenalter – die lieben ungeliebten Vergleiche mit anderen. Mit 5 Jahren hatte ich meine erste Midlife-Crisis, nachdem mein Ballettlehrer Charles mir prophezeite: Wenn du nicht bald den Spagat wie Nicole kannst, wirst du es im Ballett nicht weit bringen. Ich bin keine Balletttänzerin geworden, habe aber glücklicherweise mit fast Mitte vierzig auch keine Midlife-Crisis. Nach einem längeren Lernprozess weiß ich mittlerweile besser, was meine Gaben und Grenzen sind. Es gibt in der deutschen Sprache ein altes Wort für Grenze: Umfriedung. Grenzen können einen Lebensraum markieren, innerhalb dessen ich in Frieden leben kann. Umgekehrt renne ich auf Dauer gegen eigene Grenzen an, meine Kräfte oder meine zeitlichen Ressourcen, dann ist das wie eine Kriegserklärung gegen mich selbst und führt zur Überforderung und Erschöpfung. Widme ich mich hingegen meinen Begabungen, kann ich meinen abgesteckten Raum zum Blühen bringen.

Dieser Retreat ist eine Einladung, ganz bei Dir zu sein, alles in deinem Tempo und auf deine Art zu tun.

 

30. Oktober 2022 - 10 bis 16 Uhr, 50 Euro

 

Zimmer frei! Einkehr als Tor zur Welt.

 

Wer bin ich? Wo gehöre ich hin oder wohin gehe ich? Wir erleben aktuell einen großen gesellschaftlichen, sozialen und klimabedingten Umbruch und viele Menschen sind beunruhigt und orientierungslos. Konsum, Mobilität und Digitalisierung haben uns erstmal ganz gut geschmeckt, aber jetzt spüren wir, wenn wir zuviel davon verspeisen, sind erhebliche Verdauungsstörungen die Folge. Hinzu kommt, dass die Erweiterung des menschlichen Raums uns nicht zwingend einander nähergebracht hat, sondern in Teilen eher voneinander getrennt hat. Der Soziologe Hartmunt Rosa sagt: "Wer die Fülle des Lebens erfahren möchte, muss seinen Radius verkleinern." Reduktion wird hier nicht als Verzicht gesehen, sondern als Fülle, die noch dazu leicht verdaulich ist.

In diesem Workshop schließen wir die Augen, lassen es still werden in und um uns herum, atmen und spüren in uns hinein. Dann tanzen wir mit dem Atem, lassen es in uns fließen und erfahren vielleicht das, was Rumi einst sagte: "Du bist nicht ein Tropfen aus dem Ozean. Du bist der Ozean in einem Tropfen."